Shopping-share

Was ist so 'toll' am Shoppen, warum macht Geldausgeben glücklich, was soll das mit diesen Endorphinen und bla bei noch einem überflüssigen neuen Teil - und wozu das Ganze, wenn regelmäßig ein schlechtes Gewissen dabei rausspringt?
Ich persönlich bin wohl shoppingtechnisch ziemlich zurückhaltend. Zumindest im Vergleich - unterer Durchschnitt in Sachen Kaufhäufigkeit, Ausgaben, Kaufverhalten... nicht so viel, nicht so teuer, sehr auf Bedarf und Nutzen angepasst. Trotzdem kenn ich dieses Gefühl, oder diese Tendenz, dass man sich in neuem Teil X und voll aufgebrezelt wohl fühlt (ist sogar bei den Sims so - die können sich vor dem Spiegel aufbrezeln und fühlen sich danach ganz toll). Warum? Müssen wir uns wirklich aufhübschen, um uns wohl zu fühlen? Oder würde es auch reichen, bisschen länger vor dem Spiegel zu posieren? Vielleicht ist es ja genau das, dieses angucken von allen Seiten, das einem nach dem schick machen dieses Wohlgefühl bereitet. Und wenn man sich dann einfach so vor dem Spiegel dreht und wendet, kommt es vielleicht zu einem ähnlichen Effekt, bloß macht man das wohl selten - nur mit einem neuen Teil oder frisch geschminkt zum Beispiel. Kann das sein?
Andererseits, hübsche Sachen, die die schönen Seiten betonen und die weniger schönen kaschieren, sorgen natürlich und ganz logischerweise dafür, dass man sich gut fühlt - man sieht ja auf einmal nur noch die Schokoladenseiten. Würde man allerdings nackt posieren, sieht man eben einfach alles. Kann, denke ich, auch ganz gut sein, weil man eventuell Neues entdeckt und feststellt, dass man viel besser ist (aussieht), als man eventuell dachte. Aber kann auch nach hinten losgehen. Risiko wert? Vielleicht an "guten Tagen" bei entsprechender Veranlagung. Bei Problemen mit dem Selbstvertrauen hingegen, muss man wohl bisschen vorsichtig sein.
Kommt das denn dann eigentlich aus den Medien, oder definieren wir uns einfach heute zu viel über Äußerlichkeiten? Oder liegt es allgemein am Vergleich mit anderen, der es so nötig macht, dass wir uns die Schokoladenseiten an uns selbst vor Augen führen? Vielleicht waren die auch einfach schon früher so, vielleicht schon vor 1000 Jahren. Wer weiß. Von Schmuck und Geschmeide ist jedenfalls schon sehr, sehr lange die Rede... insofern.
Brauchen wir am Ende zumindest schöne Stücke (und nicht zwangsläufig auch dauernd neue Stücke) um uns wohlzufühlen? Beziehungsweise hübsch zu fühlen? Denn das ist ja wohl wirklich ziemlich förderlich, oder? Ich jedenfalls kenne das wirklich gut, diese Kette von hübsch machen, hübsch fühlen und schließlich hübsche Laune haben, sozusagen...

13.1.14 03:05

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